Der World Media Intelligence Congress der FIBEP hat von 4. bis 6. Oktober seine Zelte in Berlin aufgeschlagen. Thema des internationalen Treffens 2017 ist Media Intelligence and the New Paradigm of Brand Communication.
Seit 60 Jahren bringt FIBEP, der internationale Verband für Media Intelligence, einmal jährlich alle FIBEP-Mitglieder sowie Profis aus der Kommunikationsbranche zusammen, um den Austausch von Wissen, Erfahrungen sowie Zukunftsideen der Branche zu fördern. Nach dem erfolgreichen Kongress in Washington D.C. letztes Jahr, folgt 2017 Berlin als Ort für den World-Media-Intelligence-Kongress.

Ein glänzender Auftritt und ein wehmütiger Rücktritt

FIBEP-Generalsekretär Florian Laszlo begrüßte am ersten Tag des 49. Weltkongresses die rund 200 Teilnehmer im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade. Erster Programmpunkt war die Generalversammlung  der  135 FIBEP-Mitglieder aus 60 Ländern.

Florian Laszlo eröffnet den 49. FIBEP World Media Intelligence Congress #wmic17 #Medien #Medienbeobachtung #MediaIntelligence

Posted by Observer – Medienbeobachtung & Analyse on Mittwoch, 4. Oktober 2017

Zu Beginn der Generalversammlung gab FIBEP-Präsident Alexis Donot seinen Rücktritt vom Präsidentenamt bekannt. Der CEO des französischen Medienbeobachters Argus de la Presse wird mit Ende des Jahres das Unternehmen verlassen und die Branche wechseln. Somit wird er nach zwei Jahren Amtszeit auch nicht mehr als Oberhaupt der FIBEP zur Verfügung stehen. Seine Nachfolge wird noch während des Kongresses von der Generalversammlung geregelt.

Global vs. regional, wohin geht der Weg?

Nach der Mittagspause ging es in einer Podiumsdiskussion um die Zukunft der Media Intelligence Branche. Allessandro Cederle (L’Eco della Stampa), Magdalena Horanska (Newton Media), Mazen Nahawi (CARMA), Francois Nicolon (Kantar Media) und Simon Gebauer vom »OBSERVER« diskutierten in einer angeregten Runde die Vor- und Nachteile der Globalisierung. Als roter Faden zog sich die Frage durch die Diskussion, wie es lokalen Medienbeobachtern auch in Zeiten der Digitalisierung gelingen kann, ein nachhaltiges und innovatives Geschäftsmodell zu etablieren und im Schatten der Global Player zu überleben.

Dabei sahen sich die Vertreter der lokalen Medienbeobachter nicht in der Defensive, sondern betonten die steigende Relevanz von lokalen Partnern. Selbst weltweit eingesetzte Plattformen funktionieren nur mit der Hilfe von starken lokalen Partnern, die besondere Daten liefern können und näher am Kunden sind. Dabei können lokale Anbieter mit ihren Dienstleistungen besser auf die Bedürfnisse des jeweiligen Marktes eingehen und sich damit von globalen Lösungen abgrenzen.

 

Alle Augen auf KI

Das Nachmittagsprogramm legte einen Schwerpunkt auf neue Ansätze im Bereich Media Intelligence und wie damit neue Märkte erschlossen werden können. KI – Künstliche Intelligenz – stellte sich als zentrales Thema innerhalb dieser Debatte heraus. Die technischen Möglichkeiten im Bereich der automatischen Bewegtbild-Erkennung sind inzwischen weit fortgeschritten, wie das Open-Source-Projekt YOLO eindrucksvoll beweist. Was fehlt ist die inhaltliche Erfassung von komplexen Zusammenhängen und die Interpretation der Daten. In diesem Bereich sind es nach wie vor Menschen, die den Unterschied machen.

 

Nach einem spannenden und intensiven ersten Kongresstag, treffen sich alle Teilnehmer zu einem Gala-Dinner im Berliner Wasserwerk:

Die neue FIBEP-Präsidentin, die US-Amerikanerin Johna Burke, übernimmt vom Franzosen Alexis Donot:

 

 

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