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Olympias Online-Medienresonanz: Hohes internationales Interesse an Österreichs Medaillensiegen

Social Media Monitoring Emojis Observer Medienbeobachtung & Analyse

Die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang sind erfolgreich über die Bühne gegangen. Jetzt ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen über die Siege der österreichischen Olympioniken und dem damit ausgelösten internationalen Medienecho. Insgesamt gewannen unsere Athletinnen und Athleten bei den diesjährigen Winterspielen stolze 14 Medaillen (5 x Gold, 3 x Silber und 6 x Bronze).

Dementsprechend groß war auch das Interesse der internationalen Presse, wie die Auswertung der Media-Intelligence-Agentur »OBSERVER« zeigen. Untersucht wurden die gesamte internationale Online-Berichterstattung  sowie die Reaktionen auf Social Media während der Olympischen Winterspiele (Betrachtungszeitraum: 6.2.–27.2.2018).

In den Onlinemedien kommen die österreichischen Medaillengewinner auf insgesamt 132.300 Nennungen.

Im Durchschnitt wurden in den letzten 3 Wochen 4 Meldungen pro Minute veröffentlicht.

Die größte Aufmerksamkeit erhielt Ausnahme-Sportler Marcel Hirscher. 40 % des Medienechos (50.700 Resultate) entfallen auf das Konto des Skisuperstars und Doppelolympiasiegers.

Auf den weiteren Plätzen folgen die Sportlerinnen Anna Veith und Anna Gasser mit 17.500 und 15.500 Erwähnungen. Dicht dahinter liegt Skirennläufer Matthias Mayer mit 15.200 Erwähnungen und Rennrodler David Gleirscher kommt auf 9.900 Meldungen.

Im internationalen Monitoring hatte der Snowboarder Shaun White mit 650.000 Erwähnungen die größte Präsenz. Der US-Amerikaner gewann zum dritten Mal in seiner Karriere eine Olympia-Goldmedaille im Halpipe-Kontest.
Für Deutschland schafft die Doppelolympiasiegerin im Biathlon Laura Dahlmeier 45.000 Erwähnungen. Die tschechische Sensationsathletin Esther Ledecka erzielte knappe 110.000 Nennungen zu ihren 2 Goldmedaillen in den Sportarten Ski Alpin und Snowboard.

Die Gesamtbetrachtung der online Berichterstattung zeigt, dass mit knapp 70 % die meisten Meldungen zu Olympia in klassischen Newsportalen und auf Blogs veröffentlicht wurden.

Die restlichen 30 % entfielen auf den Social Media-Bereich. Dort wurden die genannten Sportlerinnen und Sportler somit deutlich weniger häufig namentlich erwähnt als im klassischen Web.

Soziale Medien wie Instagram definieren sich traditionellerweise durch den Einsatz von Hashtags und zunehmend vor allem durch Videos und Storys.

Einzige Ausnahme in dieser Mediengattung ist hier Twitter mit knapp 20% aller Meldungen, was den Stellenwert des Mikro-Blogging-Dienstes als Newsquelle bei internationalen Sport-Großveranstaltungen untermauert.

Besonders populär in den sozialen Medien war ein Artikel der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet nach dem Sieg von Frieda Hansdotter und der Bronzemedaille von Katharina Gallhuber. Der Beitrag wurde knapp 39.000 Mal auf den sozialen Netzwerken geteilt und ist somit in puncto Engagement der erfolgreichste Online-Artikel mit österreichischer Beteiligung während der Spiele.

Ein Blick auf die globale Verteilung des Medienechos zu den österreichischen Olympiasiegen zeigt, das rund 40% aller Meldungen aus den USA stammen, gefolgt von Deutschland mit 13% und 7 % kamen aus Österreich. Insgesamt wurde international in über 100 Länder auf über 7.800 unterschiedlichen Seiten unter der Beteiligung von 29.000 Autoren über die österreichischen Olympiaerfolge berichtet.