Geschichten

#ktag18: die Höhepunkte Österreichs größter PR-Konferenz

Das Radisson Blu Park Royal Palace wurde Ende April zum Schauplatz des größten Treffens der heimischen PR-Branche, dem Österreichischen Kommunikationstag 2018. Hunderte Branchenexperten aus namhaften Agenturen und Unternehmen folgten dem Aufruf des PRVA und informierten sich über die neuesten Trends und Entwicklungen in den Bereichen digitale Arbeitswelten, Transparenz und Vertrauen sowie dem Zusammenwachsen von PR und HR. Höhepunkt des Tages war die heiß erwartete Kür zum Kommunikator des Jahres 2017. Der Preis für herausragende kommunikative Leistungen ging an Helmut Burtscher-Schaden. Dem Biochemiker gelang es, gemeinsam mit der Umweltorganisation Global 2000, die Debatte um das umstrittene Pestizid Glyphosat nachhaltig zu beeinflussen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Wir haben für Sie die Höhepunkte der Veranstaltung zusammengefasst. Einen ausführlichen Bericht zum Kommunikator des Jahres und das große Interview mit dem Preisträger, sowie exklusive Interviews mit ausgewählten Speakern finden Sie in der brandneuen Ausgabe des O.VATION Magazins:

Networking im wunderschönen Ambiente. Das herrliche Wetter lockte viele Besucher nach draußen in den Garten des Radisson Blu Hotels. Trotz der strahlenden Frühlingssonne waren alle Vorträge gut besucht.

Der Verhaltensökonom und Behavioral Designer Gerhard Fehr eröffnete den ktag mit einer Keynote zum Thema Nudging und Experimentability. Der Clou: das Publikum konnte mittels Fernbedienung – ähnlich wie bei der Millionenshow – interaktiv am Vortrag teilnehmen. Bei diesen Abstimmungen zeigte sich, dass Menschen bei kleinen Veränderungen der Rahmenbedingungen unterschiedlich reagieren. Dieser Logik folgt das Prinzip des Nudgings. Nudges sind kleine “Schubser”, die Anreize liefern und so das Verhalten von Menschen positiv beeinflussen können. Damit diese Schubser funktionieren, sollten sie intuitiv, einfach, freiwillig und inspirierend sowie inkludierend und identitätsstiftend sein.

Stefan Rathausky, Head of Corporate Projects & Communications bei RHI Magnesita, zeigte in seinem spannenden Best-Case-Vortrag, dass strategische interne Kommunikation in einem Merger-Prozess erfolgsentscheidend ist für die Entwicklung einer Unternehmenskultur. Welche Strategien Rathausky und sein Team dabei einsetzten, erfahren sie im O.VATION Magazin.

Der Unternehmenssprecher des Jahres, Helmut Spudich, gab Einblicke in die Öffentlichkeitsarbeit von T-Mobile Österreich. Im O.VATION Interview erzählt Spudich, wie Unternehmen über digitale Kanäle spannende Geschichten erzählen können.

Sabine Einwiller und Josef Barth erklärten in ihrer Präsentation, warum Content Marketing zunehmend ein Problem für die öffentliche Meinungsbildung darstellt. Selbst gekennzeichnete Native Ads werden von vielen Rezipienten nicht als Werbung erkannt. Der PR-Ethik-Rat hat es sich zur Aufgabe gemacht, hier die ethischen Standards klar zu definieren und das Bewusstsein für diese Problematik zu fördern. Mehr zum Thema Ethik in der PR lesen Sie im aktuellen O.VATION Magazin in einem Interview mit den Kommunikationswissenschaftlerinnen Sabine Einwiller und Gabriele Faber-Wiener.

Helmut Burtscher-Schaden ist der Kommunikator des Jahres 2017. Die Laudatio hielt sein langjähriger Freund und Polit-PR-Profi Lothar Lockl.

Helmut Burtscher-Schaden und Florian Laszlo mit der frisch gedruckten neuen Ausgabe des O.VATION Magazins.

Das preisgekrönten Video “Dr. Böse Evil Consulting” zeigt anschaulich, wie es so weit kommen konnte, dass Glyphosat von der EU zugelassen wurde.

 

Philip Wamprechtsamer, Kommunikationsleiter des »OBSERVER«, bei der Anmoderation von Bettina Engert, Head of Corporate Communications bei Flixmobility. In ihrer Präsentation erläuterte sie die Kommunikationsstrategie des erfolgreichen Fernbusunternehmens hinter der Marke Flixbus.

Krönender Abschluss des ktags war die Podiumsdiskussion mit Anneliese Rohrer, Johannes Vetter, Martin Distl und Niki Fellner. Kabarettist Gerald Fleischhacker moderierte die Diskussion mit viel Humor und kritischen Fragen. Dabei ging es um die Finanzierung des Journalismus in Zeiten von Content Marketing.
“Die größte Gefahr für die Medien ist der Verlust der Glaubwürdigkeit”, ist Anneliese Rohrer überzeugt. Ihrer Meinung nach hat Content Marketing nichts mit seriösem Journalismus zu tun.

Spannende Präsentationen, hitzige Diskussionen, jede Menge gute Laune, vieles, das nicht so kompliziert ist, wie es klingt und strahlender Sonnenschein, der Kommunikationstag 2018 war ein voller Erfolg!