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Ein Drittel der Österreicher betreibt weniger Sport

(v.l.n.r.: Hermann Krist, Florian Laszlo, Peter McDonald, Hans Niessl, Christian Purrer) Leo Hagen
Neben dem aktiven Interesse an Sport sinkt auch dessen Streaming-Nutzung. Das geht aus der neuesten »OBSERVER« Marktforschung hervor.

Am 21.12.2020, präsentierte Florian Laszlo, Geschäftsführer des »OBSERVER«, im Zuge einer Pressekonferenz auf ORF Sport Plus die neueste Marktforschung seines Hauses. Die Studie zum Thema “Sport und Medien in Österreich” entstand in Zusammenarbeit mit Sport Austria, der Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Beobachtungszeitraum war der Oktober 2020 unmittelbar vor dem zweiten Lockdown. Die Online-Befragung gilt mit 2.000 Teilnehmern (ab 16 Jahren) aus allen demographischen Gruppen (Regionalität, Einkommen, Alter, Geschlecht) als für Österreich höchst repräsentativ. Ziel war es – auf Basis der »OBSERVER« Studie über die Sorgen und Ängste der Österreicher während des ersten Lockdowns – die Auswirkung von Corona auf den Sport weiter zu untersuchen.

Schwaches aktives und passives Interesse an Sport

Die Ergebnisse zeigen, dass knapp ein Drittel der Österreicher weniger Sport betreibt als noch vor Ausbruch der Pandemie (Männer: 27 %, Frauen 29 %). Filtert man die sportliche Aktivität nach den einzelnen Altersgruppen, so zeigt sich ein weiteres düsteres Bild. Bei den 30- bis 49-Jährigen gaben 29 % an, seit Corona weniger Sport zu betreiben, bei den 50- bis 69-Jährigen 25 % und bei den über 70-Jährigen 28 %. Einzig die Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen konnte ihre sportliche Aktivität steigern (38 %).

Dem nicht genug, ging neben dem aktiven auch das passive Interesse an Sport zurück. Ein Viertel der Befragten gab an, die Streaming-Angebote für Sport weniger zu nutzen als vor Corona. Das ist umso bemerkenswerter, da aktuell deutlich mehr Zeit für medialen Konsum zur Verfügung steht. Einzig das Sportangebot im TV verzeichnet positive Zahlen. 28 % gaben an, dieses mehr zu nutzen als vor der Krise, 18 % greifen jetzt weniger darauf zurück.

Der Sport hat besonders gelitten, aktiv wie passiv. Beides ist sehr schlecht für die Gesundheit und die wirtschaftliche Situation des Sportes in Österreich. Diese Corona-Lücke sollte im Interesse der Volkswirtschaft und der Volksgesundheit wieder geschlossen werden. Das wird aber gezielter Maßnahmen bedürfen. Wir planen dies mit einer Folgestudie im nächsten Jahr weiter zu beobachten,

fasst Florian Laszlo zusammen.

Alle weiteren Details zur Studie und Pressekonferenz können auf der Website von sportaustria.at nachgelesen werden.

zum Nachschauen:

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